Zutaten (für mindestens 6 Personen)
Die Basis
- 500 g Linsen, idealerweise Beluga-Linsen
- ca. 150 g Zwiebeln, klein gewürfelt
- ca. 150 g Karotten, gewürfelt und leicht knackig geschmort oder fein geraspelt
- ca. 150 g kalte Pellkartoffeln, gewürfelt
- ca. 50 g Stangensellerie, fein geschnitten
- 1 Salzzitrone, klein gewürfelt
- 30 g Kapern oder Bärlauchknospen
- 20 g Tomatenmark
- edelsauer Paprika-Salsa nach Geschmack
- reichlich Essig, gerne ein edelsauer Essig
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- reichlich frische Kräuter
- Salz
- Gewürze nach Geschmack
Und jetzt wird jongliert
Hier darfst du mutig werden. Alles, was Gemüsefach, Vorratskammer oder Kräutergarten hergeben, kann in den Salat.
- gegrillte, gebackene oder geröstete Aubergine
- Feta
- Rote Bete, gekocht oder fermentiert
- Paprika
- übrig gebliebenes Gemüse – roh, gekocht, geschmort oder gegrillt
- Dill, Minze, Petersilie, Koriander, Schnittlauch oder sogar Giersch
- frisch geriebener Ingwer
- geröstete Nüsse
Zubereitung
- Linsen kochen: Linsen nach Packungsangabe garen. Sie dürfen ruhig noch etwas Biss haben – schließlich soll der Salat später nicht zu Brei werden. Anschließend abkühlen lassen.
- Gemüse vorbereiten: Zwiebeln und Karotten klein schneiden und in etwas Öl schmoren. Die Karotten dürfen noch knackig bleiben. Pellkartoffeln würfeln, Sellerie und Frühlingszwiebeln fein schneiden.
- Alles zusammenbringen: Linsen mit sämtlichen Zutaten vermengen. Alles, was sonst noch weg muss und gut klingt, darf jetzt ebenfalls hinein. Hier eignen sich auch hervorragend Gewürzmischungen, die bis jetzt noch keine Bestimmung gefunden haben.
- Kräuter dazu: Kräuter sehr fein schneiden – gerne mitsamt den zarten Stielen – und unterheben.
- Kräftig abschmecken: Mit Salz, Gewürzen, Paprika-Salsa und ordentlich Essig abschmecken. Nicht zaghaft sein! Der Salat darf kräftig schmecken.
- Durchziehen lassen: Einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen und anschließend noch einmal abschmecken. Linsensalat hat die wunderbare Eigenschaft, dass er beim Durchziehen gerne noch etwas Würze und Säure schluckt.
Warum dieser Salat so dankbar ist
Eigentlich ist das hier weniger ein Rezept als eine Einladung zum Improvisieren.
Die Linsen liefern die Basis, aber alles andere darf sich verändern. Süße, Säure und Schärfe sollten sich die Waage halten, dazu kommen unterschiedliche Texturen: weich und cremig, knackig, saftig, vielleicht etwas Knuspriges obendrauf.
Und dann darf die kulinarische Weltreise beginnen. Mediterran mit Feta und Kräutern? Orientalisch mit Gewürzen, Minze und gerösteten Nüssen? Mit fermentierter Roter Bete und etwas Kimchi-Lake vielleicht sogar ganz woanders?
Alles erlaubt. Hauptsache, es schmeckt.
Tipps
- Beluga-Linsen: Sie bleiben schön bissfest und zerfallen nicht so schnell. Damit eignet sich der Salat besonders gut zum Vorbereiten.
- Salz: Bei einem großen Linsensalat darf man mit Salz durchaus mutig sein. Die vielen Zutaten brauchen ordentlich Würze.
- Essig: Hier bitte nicht sparen. Säure bringt den Salat zum Leben. Ein fruchtiger oder herzhafter edelsauer Essig passt besonders gut.
- Kapern oder Bärlauchknospen: Beide bringen Säure, Würze und einen schönen salzigen Kick. Nimm einfach, was gerade da ist.
- Reste willkommen: Übrig gebliebenes Gemüse vom Grillen? Rein damit. Kartoffeln vom Vortag? Perfekt. Ein paar Kräuter, die langsam schlappmachen? Ab in den Salat.
- Am nächsten Tag: Der Salat hält sich gut einige Tage im Kühlschrank und lässt sich jederzeit mit frischen Kräutern, Gemüse, Nüssen oder etwas zusätzlicher Säure neu beleben.
Wir hoffen, ihr seid genauso dankbar für dieses Rezept wie wir.



